Apple bereitet laut Berichten eine umfassende Umstrukturierung seiner MacBook-Reihe für Ende dieses Jahres vor. Laut Mark Gurman von Bloomberg plant das Unternehmen die Einführung einer neuen Premium-Klasse, die den Namen „Ultra“ tragen könnte und über ein Touchscreen-OLED-Display sowie den kommenden M6-Chip verfügt.

Das neue MacBook Ultra würde über den kürzlich eingeführten Modellen M5 Pro und M5 Max angesiedelt sein und somit eine dreistufige Struktur im High-End-Bereich schaffen. Dies markiert eine deutliche Abkehr von Apples traditionellem zweistufigem Pro-Ansatz. Gurman merkt an, dass das endgültige Branding zwar noch ungewiss ist, die Positionierung jedoch feststeht: Dies wird das bisher teuerste und leistungsfähigste Laptop von Apple sein.

Apple MacBook Ultra mit Touchscreen OLED und M6 Chip für 2026

Das Touchscreen-OLED-MacBook stellt einen fundamentalen Wandel für Apple dar. Das Unternehmen hat sich jahrelang dagegen gewehrt, seine Laptops mit Touch-Funktionen auszustatten, um iPad und Mac als eigenständige Produktkategorien zu erhalten. Marktdruck und Anwenderwünsche scheinen diese Haltung jedoch geändert zu haben. Das OLED-Panel soll tiefere Schwarztöne, besseren Kontrast und eine verbesserte Energieeffizienz im Vergleich zu aktuellen Mini-LED-Displays bieten.

Die Preisgestaltung wird diese Premium-Positionierung widerspiegeln. Gurman deutet an, dass die neuen Modelle bis zu 20 % mehr kosten könnten als bestehende Pro-Konfigurationen. Zum Vergleich: Aktuelle 16-Zoll MacBook Pro-Modelle starten bei etwa 2.499 $, was bedeutet, dass eine Ultra-Variante je nach Konfiguration bei fast 3.000 $ oder höher beginnen könnte.

Diese abgestufte Strategie erstreckt sich über die gesamte Laptop-Palette von Apple. Das Unternehmen hat kürzlich das MacBook Neo für 599 $ eingeführt, das sich an preisbewusste Nutzer und Studenten richtet. Nun scheint Apple bereit zu sein, auch nach oben hin zu expandieren und Optionen vom Einstiegsbereich bis zum Ultra-Premium-Segment innerhalb derselben Produktfamilie anzubieten.

Der Zeitplan passt zu den typischen Release-Zyklen von Apple. Das vierte Quartal 2026 würde diese neuen Modelle etwa ein Jahr nach der M5-Generation platzieren, entsprechend Apples etabliertem Muster jährlicher Chip-Updates. Der M6-Chip soll signifikante Leistungssteigerungen gegenüber seinem Vorgänger liefern, auch wenn spezifische technische Details noch unter Verschluss bleiben.

Ob Apple es letztendlich „MacBook Ultra“ nennt oder bei einem erweiterten „Pro“-Namensschema bleibt, eines scheint sicher: Touchscreen-MacBooks kommen endlich, und sie werden nicht günstig sein.

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