Die Apple iPad Pro-Serie könnte für einen längeren Zeitraum unverändert bleiben. Ein neuer Bericht des chinesischen Leakers Instant Digital behauptet, dass die aktuelle M5-Generation der iPad Pro 13 und iPad Pro 11 keine bedeutenden Updates in naher Zukunft erhalten wird. Dies entspricht dem typischen Ansatz von Apple bei seinen Pro-Tablets, bei dem größere Redesigns selten auftreten.

iPad Pro: Keine großen Updates für Jahre, Bericht behauptet

Seltener Redesign-Verlauf

Die Pro-Tablet-Reihe von Apple hat in den letzten sieben Jahren nur zwei größere Redesigns erlebt. Das erste kam 2018 mit den Modellen Pro 11 und Pro 12.9, die Kanten-zu-Kanten-Displays und Face ID einführten. Das zweite kam 2024 mit der M4-Generation, die Ultra Retina Tandem OLED-Panels und dünnere Gehäusedesigns brachte. Dieses Muster deutet darauf hin, dass das Unternehmen substanzielle Abstände zwischen großen Hardware-Revisionen gegenüber jährlichen inkrementellen Änderungen bevorzugt.

OLED-Kosten und Verkaufsherausforderungen

Mehrere Faktoren treiben diesen verlängerten Update-Zyklus. Der Bericht weist auf steigende OLED-Panel-Kosten als Hauptanliegen hin. Die neuesten M5 iPad Pro-Modelle nutzen die Ultra Retina Tandem OLED-Technologie, die zwei organische Leuchtschichten statt einer stapelt. Dieser Doppelschicht-Ansatz liefert höhere Helligkeit und verlängert die Lebensdauer des Panels, erhöht jedoch die Herstellungskosten erheblich.

Begrenztes Verkaufswachstum verschärft das Problem. Apples Pro-Tablets besetzen eine Premium-Nische mit Preisen ab etwa 1.000 Dollar. Die hohen Kosten der Tandem OLED-Displays erschweren weitere Preiserhöhungen, ohne die verbleibende Kundenbasis zu verprellen. Die Herstellung dieser spezialisierten Panels in großem Maßstab bleibt teuer, und die Nachfrage ist nicht stark genug gewachsen, um Skaleneffekte zu erzielen.

iPad Pro: Keine großen Updates für Jahre, Bericht behauptet

Kein Wettlauf um Ultradünne Ränder

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Samsung und Huawei wird Apple angeblich keine aggressiven dünneren Display-Ränder für das iPad Pro verfolgen. Das aktuelle Randdesign bietet Platz für die Frontkamera und sorgt für ausreichenden Halt für die große Tablet-Form. Dieser konservative Ansatz beim Industriedesign bedeutet weniger Möglichkeiten für dramatische visuelle Updates zwischen den Generationen.

Zeitplan für das nächste Update

Das iPad Pro wird voraussichtlich entweder dieses Jahr oder 2027 sein nächstes Update erhalten. Basierend auf dem Bericht sollten Sie keine revolutionären Änderungen erwarten. Das Update wird sich wahrscheinlich auf interne Spezifikationen konzentrieren, insbesondere auf den Wechsel zur M6-Chiparchitektur, sobald diese verfügbar ist. Displaytechnologie, physische Abmessungen und Kernfunktionen sollten weitgehend identisch mit den aktuellen Modellen bleiben.

Diese Strategie ist für Apple nicht ungewöhnlich. Das iPad Pro zielt auf kreative Fachleute und Power-User ab, die Konsistenz und langfristige Software-Unterstützung gegenüber jährlichen Hardware-Upgrades schätzen. Durch die Verlängerung des Update-Zyklus kann Apple Entwicklungskosten abschreiben und Gewinnmargen in einer Produktkategorie aufrechterhalten, die im Vergleich zu iPhone und Mac einen kleineren Anteil an den Gesamteinnahmen ausmacht.

Quelle (auf Chinesisch)