Motorola ist mit dem Razr Fold in den Markt für Foldables im Book-Style eingestiegen. Wir konnten uns auf dem MWC Barcelona sowohl die Pantone Lily White als auch die Blackened Blue Varianten ansehen, um zu prüfen, wie sich dieses 2.000 € teure Gerät gegen die Konkurrenz schlägt.

Design und Verarbeitungsqualität

Das Razr Fold ist mit 243 Gramm spürbar schwer. Damit liegt es über dem Honor Magic V6 (224g) und den meisten anderen Foldables dieser Bauart. Das Smartphone ist im zusammengeklappten Zustand zudem dicker als seine Rivalen.

Die Robustheitswerte bleiben hinter aktuellen Standards zurück. Die IP49-Zertifizierung bietet Spritzwasserschutz, lässt aber den Staubschutz vermissen, den die Konkurrenz bietet. Das Magic V6 verfügt über eine IP68/IP69-Zertifizierung für vollständigen Staub- und Wasserschutz.

Trotz der Masse fühlt sich das Razr Fold hochwertig an. Beide Farboptionen verfügen über strukturierte Rückseiten, die resistent gegen Fingerabdrücke sind. Die leicht erhöhte Kamera-Insel und die gewölbte Glasfront verleihen ihm das klassische Motorola-Styling. Abgeflachte Seiten verbessern den Grip im Vergleich zu vollständig abgerundeten Designs.

Der Metallrahmen hat ein mattes Finish, das während der Nutzung sauber bleibt. Die Platzierung der Tasten umfasst die Standard-Lautstärkeregler, einen kapazitiven Fingerabdruckscanner in der Powertaste und eine dedizierte AI-Shortcut-Taste an der Oberseite.

Display-Spezifikationen

Beim Bildschirm-Setup glänzt das Razr Fold besonders. Das 6,6 Zoll große Außendisplay läuft mit 165Hz bei einem Seitenverhältnis von 21:9 und einer Auflösung von 2520x1080. Dieser äußere Bildschirm fühlt sich mehr wie ein traditionelles Smartphone an als das 6,52-Zoll-Panel konkurrierender Geräte.

Aufgeklappt erhält man ein 8,09 Zoll großes Innendisplay mit einem ungewöhnlichen Seitenverhältnis von 8:7.2. Die Auflösung erreicht 2484x2232 Pixel auf diesem LTPO-Panel mit einer adaptiven Bildwiederholfrequenz von 1-120Hz.

Die Helligkeitswerte sind auf beiden Bildschirmen beeindruckend. Das Außendisplay erreicht Spitzenwerte von 6000 Nits, während der Innenbildschirm 6200 Nits erreicht. Beide unterstützen 10-Bit Farbtiefe und Dolby Vision HDR.

Nur das Oppo Find N5 erreicht unter den aktuellen Foldable-Smartphones diese Bildschirmdimensionen. Das Samsung Galaxy Z Fold7 und das Honor Magic V6 bleiben näher an 6,5 Zoll außen und unter 8 Zoll innen.

Akku und Laden

Ein 6000mAh Akku treibt das Razr Fold an, unterstützt durch 80W kabelgebundenes und 50W kabelloses Laden. In einigen Regionen wird ein 90W-Ladegerät im Lieferumfang enthalten sein.

Diese Kapazität übertrifft die 4400mAh Zelle des Galaxy Z Fold7, liegt aber hinter dem massiven 6660mAh Akku des Magic V6 zurück. Dennoch sind 6000mAh ein solider Wert für ein Foldable dieser Klasse.

Kamerasystem

Das Triple-Kamera-Array spiegelt wider, was man beim Motorola Signature Flaggschiff findet. Man erhält drei 50MP Sensoren, die verschiedene Brennweiten abdecken.

Die Hauptkamera nutzt einen 1/1.28-Zoll Sony Lytia 828 Sensor hinter einem 23mm f/1.6 Objektiv. Ein halbes Zoll großer Sony Lytia 600 Sensor übernimmt die Zoom-Aufgaben bei umgerechnet 71mm. Die Ultraweitwinkelkamera bietet einen kleineren Sensor mit einem 12mm f/2.0 Objektiv.

Dieses Setup liefert einen optischen Zoom von 0.5x bis 3x sowie eine digitale Reichweite von bis zu 6x. Auf dem Papier entspricht oder übertrifft es das Angebot der Rivalen in dieser Kategorie.

Leistung und Preisgestaltung

Der Snapdragon 8 Gen 5 (kein Elite) treibt das Gerät an, wahlweise mit 12GB oder 16GB LPDDR5X RAM. Die Speicheroptionen reichen von 256GB bis zu 1TB.

Die Preise beginnen bei 2.000 € für die anscheinend mittlere Konfiguration, wobei darüber hinaus weitere Speichervarianten verfügbar sind.